Abschied nehmen

Man weiß nicht, was man fühlen wird, bis man es fühlt.

Irgendwie dachte ich wohl nicht darüber nach, oder ich dachte es würde leicht werden, wahrscheinlich dachte ich jedoch einfach gar nicht daran, wie es werden würde Abschied zu nehmen. Doch jetzt ist es so weit. Immer wieder passiert es: Ich muss Abschied nehmen.

Wenn man sich plötzlich nackt fühlt ohne Wiener Linien Jahreskarte, weiß man, man ist fix Wienerin. Oder einfach schon sehr lang in Wien.
Aber Abschiede bahnen sich ihren Weg auch auf andere Weisen zu mir.

Immer wieder wenn ich mich mit jemanden treffe, heißt es zum Schluss: „Falls wir uns nicht mehr sehen, ich wünsche dir…“ Und dann fühle ich, oh shit – this is for real. Genauso als ich heute meine Wiener Linien Jahreskarte abgegeben habe. Ein kleiner Stich ins Herz.

Abschiede tun ein bisschen weh, bringen sie uns doch immer wieder vor Augen, dass die große Veränderung jetzt direkt ansteht. Was auch, sein wird, es wird nicht mehr so sein wie vorher. Und dann ist da doch diese Angst vor dem Unbekannten. Diese Angst, über die man dachte, man hätte sie nicht, man stünde da drüber. Nope. Sie ist da. Man konnte sie sich nur nicht konkret vorstellen.

Denn man weiß nicht, genau was man fühlen wird, bis man es fühlt…