Rayo stellt sich vor

Rayo – das bin ich. Falls ihr euch wundert. Ich bin geeicht auf Reisen. Nichts ist besser als die Natur erkunden und neue Düfte aufnehmen. Ich bin grundsätzlich dort, wo du nicht bist. Und ich bin auch noch schneller dort. Vorausgesetzt, es hält mich niemand mit so einem blöden Ding, genannt Leine, zurück.

Vorbereitungen

Der Tag der Abreise rückt immer näher. Jetzt ist es nur mehr ein Monat bis ich in die große weite Welt aufbrechen will. Und – es läuft nicht alles nach Plan:
Ich habe noch immer nicht mein Rad bekommen, das ich am 22.April bestellt habe. Die Fertigung verzögert sich. Es heißt wieder einmal – nächste Woche. Doch das hat man mir schon zwei Mal gesagt.
Ich muss die neue Wohnung auf Vordermann bringen, weil ich sie ab Juli vermieten will. Ein Freund von mir wird sich darum kümmern sie über AirBnb an die Leute zu bringen. Aber bis dahin muss man noch putzen und streichen und einrichten. Noch schaut sie aus wie ein abgewohntes Loch. Doch das soll sich ändern.
Wenigstens 2 positive Nachrichten habe ich zu vermelden:
  1. der Hundeangänger ist fertig!
  2. ich habe schon ein paar Kartons darauf in die neue Wohnung transportieren können,
was leider nicht ganz ohne Zwischenfälle abgelaufen ist: Die Anhängerkupplung hat sich von der Radaufhängung gelöst, weil die Schraubmutter abgefallen ist und ich musste auf der Straße halt machen, auf die Seite ziehen und am Gehsteig das ganze wieder reparieren. Zum Glück war nur ein Kanister Farbgrund im Anhänger, nicht der Hund.
In meinem Kopf türmen sich die To-Do listen, manche schaffen es auf irgendwelche Schmierzettel, die dann in der Wohnung herumkugeln, andere fristen ihr Dasein auch in meinem Smartphone. Gelegentlich wird auch mal ein Punkt oder zwei abgehakt. Wie heute, als ich eine Ladung Putzmittel und Wischtücher kaufte. Oder endlich die Berge von Altkleidung entsorgt habe, die ich schon lange loswerden wollte. So etwas fühlt sich dann auch gut an.
Doch der Turm in meinem Kopf wächst trotzdem eher, als dass er schrumpft.
Ich zähle immer noch darauf, dass ich es schaffe und Anfang Juli aufbreche.

Die Idee

Die Idee eine große Reise zu unternehmen schlummert schon mehrere Jahre in mir. Am Anfang war sie ein Gefühl eines Fluchtbedürfnisses. Ich wollte am liebsten alles stehen und liegen lassen und einfach nur weg. Alles hinter mir lassen, nie mehr zurücksehen. Doch dann fiel mir auf, dass es so war und dachte – Flucht ist keine Lösung. Ich muss finden, woran es liegt, daran arbeiten und dann, wenn ich bereit bin, werde ich aus Vergnügen reisen.

Jetzt ist es so weit. Ich habe das Gefühl, ich bin schon ganz gut in meinem Leben angekommen. Es ist zwar noch nicht alles genau so, wie ich es gerne hätte, aber doch so, dass ich mich wohl fühle. Ich bin bereit für eine Reise, die aus reinem Vergnügen und Abenteuerlust entspringt.  Und schon seitdem dieser kleine Fluchtgedanke in mir wohnte, dachte ich: Das Abenteuer wartet vor der Haustür.

Mehr als ein Reiseblog

Dies ist ein Reiseblog, doch nicht nur. Er ist so viel mehr. Die Reise, die hier als roter Faden dient, ist nur der Rahmen, in dem sich die Gedanken und damit die Beiträge, die ihr hier lesen könnt, abspielen.
Dieser Blog ist für und über jene, die aufstehen nachdem sie hinfallen, die mit dem Kopf durch die Wand wollen und es auch schaffen, jene die träumen und damit nicht so bald aufhören wollen, für die „Naiven“, die die Realität nicht wahrhaben wollen weil sie wissen, dass eine andere Realität möglich ist.