Rayo lebt sich ein

Version 2

Rayo’s Sicht

Ich habe mich schlussendlich mit meiner Situation und meinem neuen Alltag arrangiert und genieße das Leben mit Leonie. Nach meinen allmorgendlichen Kontrollrunden im Garten, stehe ich um Punkt 09:00 angezogen vor der Wohnungstür bereit und fiepe weil ich ins Büro gehen will. Leonie wieselt manchmal noch konfus herum während ich schon längst gehen will. Im Büro slide ich mit Leonie zu Beginn erst mal quer durchs Büro über den glatten Boden und sie lacht ganz laut, was mich sehr freut, ich slide nur deshalb mit ihr mit weil ich es so mag dass sie sich so freut.

Während mein Ersatzfrauerl reglos auf ihrem Sessel sitzt und immer in die selbe Richtung schaut, schlafe ich in Ruhe und träume von Marta. Ob es ihr gut geht? Ob sie wohl wiederkommt? Ob sie mich vermisst?

Um Punkt 18:00 fange ich an meinen Kopf unter Leonies Arm zu schieben und diesen vom Tisch und dem kleinen weißen Ding darauf zu lösen, weil ich nach Hause will. Meistens gehen wir dann auch. Wieder zu Hause dreh ich wilde Runden im Garten und der Hundezone, das macht mir Riesenspaß. Wenn es kühler und dunkel ist oder Leonie später abends nach Hause kommt gehen wir noch einmal auf Streife um die Nachbarschaft zu kontrollieren. Danach kann ich beruhigt tief und fest schlafen bis zum nächsten Tag.

© by Leonie

6. Tag im neuen Zuhause

Version 2

Rayo’s Sicht

Es war ganz schön viel los die letzten Monate, ich bin umgezogen, ich bin in einem wackeligen Ding gereist, und jetzt musste ich schon wieder umziehen, diesmal ohne Marta, grrrr. Aber ich habe mich schon gut eingelebt, esse ein bisschen mehr als sonst, weil mir Leonie, mein Ersatzfrauerl immer Leckereien und Fleisch bei meinen Mahlzeiten dazumischt, das mag ich sehr. Wenn sie in der Früh das erste Mal eine Zehe bewegt, dann geh ich zur Tür und fiepe ein wenig bis sie mir die Tür aufmacht und ich in den Garten kann. Den verteidige ich gegen die vielen Katzen der Umgebung und gehe täglich mehrere Kontrollrunden. Leonie geht dreimal täglich mit spazieren. Da bin ich immer ganz k.o. am Abend und im Büro sowieso und trinke ganz viel Wasser. Um meine tägliche Kuschelstunde muss ich mich jetzt selbst kümmern, aber wenn ich zu Leonie gehe und süße Geräusche mache, dann krault sie mich geduldig stundenlang am Kinn und hinter den Ohren bis ich kuschelsatt bin und mich wieder hinlegen mag. In der Nacht träum ich von Marta und dass sie mir fehlt und wache manchmal davon auf, dass ich dazu herumzappel im Schlaf.

Credits: © by Leonie

Zuhause ist es doch am schönsten

Version 2

Rayo’s Sicht

Juhu! Wieder daheim. Am Anfang fand ich es noch gut, mir den Wind um die Nase wehen zu lassen. Doch dann stellte ich fest, dass das überhaupt kein Ende mehr nimmt. Und dann diese brütende Hitze! Nichts für mich. Bei über 25° C will ich eigentlich nur noch das nötigste gehen und dann an einem kühlen, schattigen Ort entspannen. Das einzig coole war in der Donau zu plantschen und bei Marta Essen mitzunaschen. Die gab mir noch mehr als sonst von ihrem Essen. Da hat wohl das schlechte Gewissen mitgespielt.
Home, sweet home. Jetzt weiß ich das Nichtstun so richtig zu schätzen.