Ricks Farm und andere Eigenarten

Letzter Tag auf dem sogenannten „Pferdehof“ in der Nähe von Veurne, Belgien. Es ist Sonntag. Letzten Montag, also vor sechs Tagen kam ich an. Diese letzten Tage waren gefühlsmäßig seltsam neutral. Weder war ich besonders gut gelaunt, noch besonders schlecht. Ich habe mich manchmal komisch deplaziert gefühlt, nicht dazugehörig. Normalerweise wird man bei workaway mehr oder weniger in das allgemeine Leben mit einbezogen. Hier nicht. Ich habe mein Häuschen, meine Aufgaben, die ich alleine erledige. Drei Mal am Tag, oder manchmal auch vier Mal werde ich für die Hauptmahlzeiten und eventuell einen Snack zwischendurch ins Haus gerufen. Die Tür zum Haupthaus ist von Außen nur mit Schlüssel zu öffnen. Es war also offensichtlich nicht erwünscht, dass ich jemals selbständig hineinkonnte. Die 13jährige Tochter „kümmerte“ sich um mich, wenn die Mutter unterwegs war. Das heißt sie richtete Frühstück oder Mittagessen für mich her. Wie seltsam.