Würzburg

Heute bin ich wieder ca. 70 km gefahren und bin um 16 Uhr in Würzburg angekommen. Ich habe wieder eine Unterkunft über warmshowers gefunden. Zufällig ist noch eine andere junge Frau aus Budapest hier angekommen und weil unser Gastgeber zwei Zimmer frei hat, sind wir beide hier untergekommen. Er hat uns auch kurz die Stadt gezeigt und wir haben noch einen Radler in einem Biergarten getrundken und über Billigflüge und steigende Wohnungspreise in Budapest, angeblich durch airbnb verursacht, geredet.

Außerdem stammen der Gastgeber und auch seine Frau, die aber gerade nicht zuhause ist, aus Belgien, wo ich als nächstes hinwill. Daher hat er mir einiges über die Fahrradwege und die Radkultur erzählen können – nur positives, natürlich. Die Fahrrad-Infrastruktur ist im Norden gut ausgebaut und es soll auch interessant und abwechslungsreich zum Fahren sein.

Die Landschaft hier in Deutschland ist von intensiver Landwirtschaft geprägt. Ich fahre meistens zwischen Mais- und Getreidefeldern. Rund um Würzburg wird auch viel Wein angebaut. Die Orte, kleine Dörfer und Städte, sind oft erstaunlich hübsch anzusehen. Man erwartet nichts und – bam – steht man plötzlich vor einem kleinen Juwel. Trotzdem würde ich mir teilweise mehr Natur zum Bewundern wünschen, denn auch das Navigieren fällt schwer, wenn man alle 4 km erneut seinen Weg durch so ein Dorf finden muss, dass man wieder auf dem richtigen Radweg herauskommt.

Ab morgen fahre ich noch ein kleines Stück über Land und dann das Meiste am Main-Radweg entlang. Das wird wieder etwas einfacher.

Es folgen ein paar Impressionen: